Schöne neue Welt

Seit ich das letzte Mal ein Auto in Hamburg zugelassen habe, sind gut 5 Jahre vergangen – eigentlich keine lange Zeit, gefühlt seit heute aber eine Ewigkeit. Früher war alles früher sagen die, die den Satz ‚früher war alles besser’ nicht mehr hören können. Stimmt, früher musste man sehen, dass man früh zur Zulassungsstelle kommt und dann war man nach gut 2 Stunden mit Papieren und einem zugelassenen Fahrzeug mit neuen Kennzeichen wieder raus. Das war früher!

Zulassfisch

Heute kommt man auf den Hof der Zulassungsstelle am Ausschläger Weg und findet dort ein geändertes Ambiente vor, das in Teilen an ein Hüttendorf gemahnt. Das wäre kein Problem, gäbe es da nicht auch ein geändertes Procedere, das sich auf gedruckten Schildern bereits am frühen Morgen mit dem Hinweis ‚Heute keine Termine mehr‘ ausdrückt. Die Dame am Counter bestätigt den gedruckten Text und erklärt, dass man bei ihr einen Termin für Anfang Oktober – wir haben es Mitte September – vereinbaren kann. Auf den Einwand, man gedenke bereits in 3 Tagen die Stadt für längere Zeit Richtung Süddeutschland zu verlassen, verweist die Dame auf die Online-Terminvereinbarung, die auch andere Zulassungsstellen in Hamburg umfasst, dazu gibt es ein Merkblatt mit einer handschriftlich vermerkten Rufnummer von ihr.

Mit einem Smartphone und einem Carsharingfahrzeug ausgerüstet wähnt man sich mobil, allerdings ergibt die sofortige Recherche, dass auch über die ‚Online-Terminvereinbarung‘ und an den anderen Hamburger Zulassungsstellen vor Mitte der nachfolgenden Woche kein Termin frei ist. Kann ja gar nicht sein, denkt man und ruft die handschriftlich vermerkte Rufnummer an, unter der man nach diversen Hinweisen auf das Online-Angebot den erlösenden Satz hört, wenn Sie mit einem Mitarbeiter sprechen möchten, drücken Sie die Taste 5‘. Die Taste wird gedrückt, die Freisprechanlage aktiviert und man begibt sich zurück auf den Weg ins Büro, während sich im Lautsprecher alle 20-Sekunden die Wartemelodie wiederholt. Nach 20 Minuten wieder am Schreibtisch kreist immer noch die gleiche Melodie und nach einer halben Stunde gibt man dann auf ….

Das Internet weiß keinen schnellen Rat, aber mit etwas Geduld (wie man die jetzt noch generiert, weiß der Himmel) findet man die Seite eines Unternehmens, bei dem man früher seine Kennzeichen hat prägen lassen und dort wird unter der Headline ‚Zulassung in 5 Minuten‘ das angeboten, was man als Steuerbürger bei der zuständigen Behörde vergeblich sucht. Einen Wermutstropfen stellen dabei allerdings die knapp 140 Euro dar, die diese Rettung aus höchster Not kosten soll. Der Anruf beim Anbieter ergibt obendrein, dass es dann doch, die sofortige Buchung und vollständige Unterlagen vorausgesetzt, bis zum nächsten Nachmittag dauern soll, aber was will man machen. Unterm Strich sind es dann gut 160 Euro mit dem Hinweis, dass eine Garantie natürlich nicht gegeben werden kann.

Man kann davon ausgehen, dass künftig alle Behörden ‚modernisiert‘ und auf irgendeine Art von ‚Online‘-Service umgestellt werden, bei nicht wenigen ist das ja bereits geschehen. Wenn man also z.B. künftig einen Verstorbenen zu beklagen hat, dann sollte man beizeiten Online gehen, um Termine für die Abwicklung von Beerdigung, Abmeldung, Erbsachen etc. zu machen. Sonst könnte es passieren, dass es wg. unerwarteter Verzögerungen schlecht zu riechen beginnt. Alternativ werden einem die Kosten für eifrige Dienstleister stinken – man kann das ganze natürlich auch als Initiative zur Förderung letzterer betrachten und die ist mit Sicherheit ein großer Erfolg ….

Verboten

Spätestens seit dem letzten Bundestagswahlkampf zieht sich die Klage über eine angeblich verbreitete ‘Verbieteritis‘ durch Medien und Diskussionen. Demnach sind bestimmte Menschen oder Parteien angetreten, den freien Bürgern des Landes das Leben schwer zu machen, indem sie all das zu verbieten suchen, was nicht ihrem Verständnis einer ordentlichen, rücksichtsvollen und nachhaltigen Lebens- oder Unternehmensführung entspricht. Besonders nach dem Rauswurf der FDP von den bezahlten Plätzen der offiziellen Bundespolitik fühlen sich viele Menschen allein gelassen im Kampf gegen eine in jeden Lebensbereich vordringende ‘Regulierungswut’.

FischfondRe

Was Liberalisierung im Alltag bedeutet, haben viele, die die Republik seit Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts erlebt haben, hautnah erfahren. In den 50er- und 60er-Jahren noch in aller tausendjährigen Heftigkeit und in vielen Details noch bis in die frühen 80er war eigentlich alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt war. Wo heute Heerscharen von Menschen mit Grill und Decke anrücken, um gemütlich auf dem Rasen zu lagern, war bis vor gut 30 Jahren einheitlich allein dessen betreten verboten. Das musizieren in der Öffentlichkeit, jede individuelle Gestaltung sichtbarer Flächen oder Fassaden, ja selbst das gemeinsame ‘herumlungern’ auf öffentlichen Plätzen oder die gemeinsame Übernachtung nichtverheirateter Paare in gemieteten Zimmern: alles verboten.

Die Infragestellung der die gesamte Gesellschaft durchziehenden Verbote und der Widerstand dagegen ging seinerzeit vom linken Spektrum aus, also von den Vorgängern der inzwischen in den Parlamenten vertretenen Grün- und Linksparteien. Massive Gegenwehr schlug den Aktivisten der 60er und 70er dagegen aus dem konservativen Lager entgegen. Angeführt von der BILD-Zeitung wurde in alarmistischem Tonfall gegen die Gefahr eines Sodom und Gomorrha gewettert, die ein Verzicht auf die allgegenwärtigen Vorgaben, Regelungen und Verbote nach sich ziehen würde.

Angesicht der Rückschau in die gar nicht so ferne Vergangenheit ist es überraschend, dass der Unmut über eine eskalierende Verbots- und Regulierungswut vor allem vom (neo) konservativen Lager ausgeht, dass ‘Hausmeister’, ‘Oberlehrer’ und (sorry) ‘Gutmenschen’ auf Seiten der Grünen und anderer Linker als Verantwortliche gesehen werden und dass an der Spitze der Empörung immer wieder die BILD-Zeitung steht.

Was mag hier passiert sein? Sind die unlängst noch als fortschrittlich empfundenen Kräfte links mit dem Eintritt in Amt und Würden schnell von der Macht korrumpiert worden und versuchen diese nun regulatorisch abzusichern? Oder haben die Konservativen eine rasante Entwicklung hin zu den wahren Liberalen vollzogen und kämpfen nun für die Freiheit des Individuums, das sie eben noch zu deckeln und auszubeuten trachteten?! Und hält die BILD-Zeitung mittlerweile das Banner der von Verboten bedrohten Nonkomformisten hoch und sorgt damit für eine wirklich pluralistische Gesellschaft, in der jeder nach seiner Façon selig werden kann? Besonders dies erscheint naheliegend, ist doch der bärtige Kai Dieckmann ein Ausweis für ersteres und Franz-Josef Wagner ein Beleg für letzteres. Wenn er es nicht bereits getan hat, wird er demnächst bestimmt mit einem bekannten Rosa Luxemburg-Zitat auf das hier behandelte Thema reagieren ….

‘… grüß mir die Sonne, grüß mir die Sterne und grüß mir den Mond …’

Eigentlich an dieser Stelle nicht üblich, aber dieser Beitrag aus der FAZ in der Rubrik ‘Ausgepackt’ ist so schön, dass ich ihn hier vollständig zitiere (und natürlich auf entsprechenden Wunsch wieder entferne)

Von ANDREA DIENER © DAPD

Eng, nervig, Pappessen: Dieses Fliegen ist eigentlich eine Zumutung. Zum Glück gibt es gelegentliche Lektionen in Demut, die einem die Realitätsmaßstäbe wieder zurechtzrücken.

Fliegen ist gar nicht schöner. Es ist schlimmer. Denn man ist nie allein und den Umständen über Stunden hinweg ausgeliefert.

Ach, es gibt so viele Dinge, die einem den Flug verderben können. Chaos, Streik, Wetter. Sie kennen das. Turbulenzen gehen empfindlichen Menschen auf den Magen. Mehr als einmal erlebte ich bereits Beinahemeutereien. Beeindruckende Gewitterzellen über Berlin, Schönefeld geschlossen, Tankrunde nach Hannover inklusive Sitzenbleibenbefehl für alle Passagiere reichen aus, um zehn libanesische Großfamilien derart in Rage zu bringen, dass die entnervte Purserin sich nicht anders zu helfen wusste, als die Polizei anzurufen. Zehn libanesische Großfamilien in Rage sind eine Naturgewalt. „Wenn wir Libanesen nett sind, sind wir sehr nett. Wenn wir nicht nett sind, sind wir sehr nicht nett“, hatte ich vor einigen Tagen in Beirut gelernt, und ich musste meiner Gelegenheitsbekanntschaft recht geben. Es war sehr nicht nett. Und auch sehr spät, als wir ausweichshalber in Tegel landeten.

Beinahemeutereien kann man auch dann erleben, wenn Pauschalurlauber, die exakt so aussehen, wie sich Karikaturisten Pauschalurlauber ausmalen (fiese blondierte Frisuren, Goldkettchen, Stonewashed-Jeansshorts, schlimme Tätowierungen), mit dem Flugplan nicht einverstanden sind. Man steht in der Dominikanischen Republik, es ist eine planmäßige Zwischenlandung vorgesehen, und das Volk murrt. Es murrt, weil das französische Bordpersonal kein Deutsch spricht, es murrt, weil Reinigungskräfte zusteigen, die den Schweinestall der Ausgestiegenen zumindest ansatzweise zu glätten versuchen, und es murrt, weil dafür eine Stunde Aufenthalt einberechnet ist. „Könnwa fleischt weida? Die solln nich putzen! Ich will weida!“, hallte es lautstark durch das Flugzeug, was das Personal aber nicht beeindruckte, es sprach ja kein Deutsch. Ich rutschte minütlich tiefer in meinen Sitz, schämte mich und war ansonsten sehr, sehr höflich.

„Könnwa fleischt weida?“

Neben mir lag einer, der nahm gleich drei Sitze quer in Beschlag, sein T-Shirt hatte ein Loch und ein paar Blutspritzer quer rüber, zudem war er nicht bei Bewusstsein. Ab und zu stöhnte er leise. „Der ist schon besoffen eingestiegen“, hieß es. Und habe sich dann fleißig weiter die Kante gegeben. Ich habe nicht mehr mitverfolgen können, wie man den Sack, der sich beim besten Willen nicht auf den Beinen halten konnte, in Santo Domingo aus dem Flugzeug hinauspraktiziert bekam, ohne dass er irgendwelche Körperflüssigkeiten von sich gab. Vermutlich war es kein schöner Anblick.

Auf dem Rückflug hingegen war ich kein schöner Anblick. Ich war auf einer Kakaoplantage in einen Sandmückenschwarm geraten, und die Biester hatten sogar das schlimmste Mückenschutzmittel, das der amerikanische Markt hergab, ignoriert. Es heißt „Off!“ und stinkt penetrant nach Erdbeerkaugummi. Moskitos umfliegen es weiträumig, Sandmücken ist das egal. Sie beißen einem die erdbeerstinkenden Beine auf und saugen an den kleinen Bluttröpfchen, die sich daraufhin bilden. Insekten, die so vorgehen, nennt man Poolsauger.

Untenrum wie ein Elefant

Ich konnte bereits den gesamten Wikipedia-Eintrag über Sandmücken und ihre nahen poolsaugenden Verwandten hersagen, hatte mir Antibiotika-Cortison-Salbe besorgt und schluckte eifrig Antihistaminika. Nichtsdestotrotz: Meine Beine waren dick. Und meine Beine schwollen in den folgenden zwei Stunden, die ich in der Holzklasse auf dem Mittelsitz verbrachte, aufs etwa dreifache Normalmaß an. Ich sah untenrum aus wie ein Elefant, als ich mich ächzend auf dem Fußboden vor dem Notausstieg niederließ. Ausstrecken, nur einen Moment, bis die Spannung weg ist. Ein Steward kam vorbei und schaute kritisch. „Nur eine Stunde, bitte“, sagte ich. Er nickte. Ich saß da und bemühte mich, wenigstens auf doppeltes Normalmaß abzuschwellen.

Dann kam die Purserin. Sie sah auf meine Beine, schüttelte den Kopf, ging wieder. Eine Minute später hörte ich eine Durchsage: „Is there a doctor on board?“ Zwischen den erschöpften Touristen, denen noch die letzte Nacht Pauschalsuff in den Knochen steckte, fand sich tatsächlich auch eine deutsche Ärztin. Sie hörte sich alles an, sagte, mehr könne sie auch nicht tun, allerdings müsse ich die Beine hochlegen. Ich weiß, sagte ich.

Für Könige gibt es keine höhere Gewalt

Ein paar Minuten später lag ich in zwei Fleecedecken gewickelt auf dem Gumminoppenboden. Links eine zugige Notausgangstür, hinter meinem Kopf die Toilette, rechts die Küche, vor mir eine Wand und daran lehnend meine elefantösen Füße. Ab und zu stieg jemand über meinen Kopf, um auf die Toilette zu gehen. So lag ich da, frierend, mit höllisch juckenden Beinen, sechs Stunden lang. Es war der längste Flug meines Lebens. Dank Rollstuhlservice zwar auch der mit großem Abstand angenehmste Aufenthalt auf dem Pariser Flughafen, der mir jemals vergönnt war, aber ich war irgendwann nicht mehr gut gelaunt. Ich wollte jemanden volljammern, und zwar bald. Zum Glück bekam ich am nächsten Tag Besuch, der durfte sich das dann alles anhören. Ausführlichst.

Das ist dann auch schon fast das Schlimmste, was uns auf Reisen passieren kann: Chaos, Streik, Wetter, murrende Mitpassagiere oder Krankheit. Weil es aber nicht Reisen ist, sondern Urlaub, ist Unvorhergesehenes nicht erwünscht. Das Hotel soll sauber sein, alles pünktlich und der Koffer möglichst an Ort und Stelle. Ansonsten kommt es zu Meutereien und Volksaufständen. Der Urlauber ist Kunde und damit König, und für Könige gibt es keine höhere Gewalt, sie sind selbst die höchste.

Die Kälte beginnt an der Flugzeugtreppe

Und manchmal gibt es dann eine unerwartete Lektion in Demut. Da steigen beim Zwischenhalt in Nairobi ein paar Gestalten ein, denen die Erschöpfung anzusehen ist. Sie tragen Tüten und uralte Koffer, und jemand hat ihnen für den zu erwartenden europäischen Winter Mützen und zu große Strickpullover gegeben, in die sie sich jetzt schon einwickeln, als begänne an der Flugzeugtreppe die Kälte. Und vielleicht tut sie das ja auch. Was wissen wir schon über somalische Flüchtlinge?

Das Land versinkt seit zwanzig Jahren im Chaos, Warlords, Piraten, wechselnde Übergangsregierungen, Hungersnot. Später lese ich den Wikipedia-Artikel. Im Flugzeug sehe ich nur diese völlig verschüchterten Menschen, die in ein Land fliegen, das sie nicht kennen, nach wer weiß wie langer Flucht. Ich sehe die älteste Tochter, die sich ein Tuch über den Kopf zieht und schläft. Und die jüngere, die sich im Bordprogramm „Findet Nemo“ anschaut, die Geschichte dieses kleinen, abhandengekommenen Fisches, kerzengerade und aufmerksam und ernsthaft. Später standen sie am Flughafen, ein verlorenes Grüppchen mit ungewissem Ziel.

Menschen, die wirklich Probleme haben, stellen nämlich keine Forderungen, und sie meutern auch nicht. Sie jammern nicht einmal ein bisschen. Sie wickeln sich ein und hoffen, dass es vorübergeht.

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Es gibt kein richtiges Parken im falschen

„Isch ‘aabe gaa kain Auto“ – erinnert sich jemand an diesen Satz des sympathischen Italieners aus den Zeiten, als TV-Spots noch in aller Munde waren? Mein Freund Michi pflegte seine Strafmandate mit diesem Satz zu beantworten, bisweilen sogar mit Erfolg – sagte er zumindest ….

Ich habe seit mittlerweile 4 Jahren tatsächlich kein Auto mehr, verzichte also auf den vermeintlichen Luxus eines privaten Kraftfahrzeugs. Damit geht es mir, nach einer gewissen Zeit des Entzugs – was angesichts von über 30 Autos, die ich bzw. die mich in den Jahrzehnten davor bewegten, keine Überraschung ist – vergleichsweise gut. Allerdings bin ich weiter mobil, mitunter eben auch auf vier selbstgesteuerten Rädern – nur sind es dann Fahrzeuge aus dem Carsharing, der Autovermietung oder ich bewege mich mit Autos aus dem Freundeskreis.

Wenn es notwendig ist, ist das Autofahren auch mal wieder bequem, komfortabel oder macht hin und wieder sogar Spaß! Wenig Freude bei diesen selten gewordenen Erlebnissen bereitet neben den anderen Autos indes der Umstand, dass sie in hoher Frequenz mit Knöllchen einhergehen, die mich so regelmäßig heimsuchen, dass ich mitunter daran zweifle, dass sich dauerhafte Autobesitzer derlei auf Dauer leisten können. Nein, ich bewege mich zwar durchaus flott mit den Leihautos, aber es sind nicht Geschwindigkeitsüberschreitungen oder überfahrene rote Lichtzeichenanlagen, die mittels Verwarnungen sanktioniert werden. Ich bekomme Parkknöllchen! Nicht, dass ich ständig die eindeutig gekennzeichneten Verbotszonen nutzen oder gar Einfahrten zuparken würde. Es gelingt mir nur nicht immer, die ganze Tragweite zeitlicher oder räumlicher Begrenzung zu erfassen und zu berücksichtigen und, zack, sofort klemmt einer dieser Zettel hinter dem Scheibenwischer. Bisweilen bekomme ich nicht mal diesen zu Gesicht, da das Fahrzeug inzwischen gar nicht mehr in meiner Nutzung ist ….

FischParken

Mitunter bin ich geneigt, einen Anflug von Paranoia zu entwickeln, auf dem Gefühl fußend, dass die Verteiler der Knöllchen scheinbar nur darauf warten, mich irgendwo ein Auto abstellen zu sehen, wo es nicht zu 100 Prozent erlaubt ist. Letzteres scheinen mir auch inzwischen sehr rar gewordene Plätze zu sein, denn ich bin ob der in jüngerer Zeit gemachten Erfahrungen ja durchaus bemüht, der Verwarnung aus dem Weg zu gehen. Aber kaum lasse ich die zusätzliche Aufmerksamkeit mal etwas schleifen: Knöllchen!

Einige Mitmenschen werden jetzt sagen, so ist es nun mal und wer für sich in Anspruch nehmen möchte, milder als andere beurteilt zu werden, der wird zurecht schnell eines besseren belehrt. Jedoch irritiert mich bei alledem, dass dies durchaus nicht für alle zu gelten scheint. So wohne ich z.B. an einem Fußweg in der City, der als Feuerwehrzufahrt gekennzeichnet und für die roten Autos der Retter ausgelegt ist. Dort sind die Absperrpfosten schon seit langer Zeit spurlos verschwunden und alltäglich parken auf dem Rettungsweg diverse nichtrote Fahrzeuge, ohne dass ich auch nur einmal ein Knöllchen an diesen entdecken konnte. Auch die stets auf den Fahrradstreifen abgestellten Autos, um die ich mit dem Drahtesel auf die Fahrbahn ausweichen muss, sind nie mit den mir so bekannten Zetteln verziert. Selbst der regelmäßig auf dem Fußweg neben der Bushaltestelle vor meinem Haus geparkte Geländewagen ist augenscheinlich für die Ordnungshüter unsichtbar!? Gern würde ich an den Zufall glauben, trüge nicht der in der Nacht vor dem gleichen Haus geparkte und blöderweise nach Ablauf der erlaubten Parkzeit dort immer noch stehende Carsharingkleinwagen am Morgen die Insignien des Erwischten …

Möglicherweise begegnet mir hier eine moderne Variante des Darwinismus, mit dem die richtig Mutigen für ihr Tun und Sein belohnt werden. Im Gegensatz dazu werden die sich kleinmütig irgendwo im halblegalen Raum hindrückenden betont darauf aufmerksam gemacht, dass sie dafür den kleinen zusätzlichen Beitrag entrichten müssen, den die anderen bereits mit Kauf und Betrieb eines großvolumigen Dauerfahrzeugs abgeleistet haben!? Ich durchkämme deshalb inzwischen die einschlägigen Portale auf der Suche nach einer möglichst fetten Limousine, die ich dann unbesorgt vor dem dem Fahrradständer am Haus abstellen kann. Da ist jedenfalls immer was frei.

Bayrische Transrapid-Drums

Hätte nun wirklich keiner gedacht, dass es Edmund Stoiber mal in die ‘Hall of Fame’ schafft

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British Humor

Nein, unter dieser Headline kommt jetzt kein Beitrag zur aktuellen Diskussion über die EU-Rede des britischen Premierministers. Stattdessen haben wir hier eine schönes Beispiel dafür, dass von der BBC auch andere Dinge kommen, als Jugendsendungen mit pädophilen Moderatoren:

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Swimming with pigs

Mit Delfinen schwimmen kann ja jeder, meinte die Freundin zu dem Link mit diesem Video. Stimmt, wer mit einem wirklich seltenen Erlebnisbericht aus den Ferien zurückkehren will, der sollte sich auf die Bahamas begeben, um dort die Sau rauszulassen:


Watch more Exuma videos at tripfilms.com

Das Netz und seine Löcher

Aktuell befindet sich das Land zwischen hier und dort – zum zweiten Mal hat ein Präsident das Handtuch geschmissen, ein nächster ist designiert und zwischenzeitlich nimmt als Vertretung der bayrische Ministerpräsident in seiner Funktion als Bundesratspräsident die ‘Geschäfte’ wahr. Als wäre das alles nicht schon kompliziert genug und als hätten wir alle nicht erst mal genug von medialen Gewittern, wie sie den Abgang des alten Präsidenten begleitet hatten, gibt es nun bereits in zunehmendem Ausmaß Diskussionen über den neuen. Nicht, dass das nicht zu den demokratischen Basics gehören würde, allerdings zeigt besonders die Diskussion im Internet immer bizarrere Formen.

Darüber, ob und wie im Netz getrickst und getäuscht wird, hat Sascha Lobo aus dem o.g. Anlass gerade in SPIEGEL ONLINE geschrieben. Was allerdings nichts daran ändert, dass sich Profis wie Amateure weiterhin aus der Netztrickkiste bedienen, wie ein Beitrag von Jutta Ditfurth zeigt.

Praesidentenfisch

Welche Wirkung Volkes Stimme im Netz auf mich hat, hatte ich schon zu einem früheren Zeitpunkt hier niedergelegt. Die aktuelle Landschaft hat den darin illustrierten Eindruck noch einmal bestätigt ….

3 D-Brillen aus dem Drucker?

Wer sich, wie ich, derzeit häufig fragt, was zum Donner man eigentlich mit einem 3D-Fernseher soll, den wird möglicherweise eine Vision begeistern, die das Thema Dreidimensionalität auf eine anfassbare Ebene holt:

Wobei, eine Vision ist das alles schon gar nicht mehr, gibts schon (nicht von Bosch:) und nicht nur für den professionellen Bedarf, am Pool des Robinson-Clubs könnte demnächst ein Drucker hierfür stehen … !?

Taten statt Worte

Schon wieder ein Jahr her, seit hier der letzte, obendrein noch kurze und auf andere verweisende Beitrag erschienen ist. Nicht, dass es keine Ideen und Anregungen gäbe und auch die gern vorgeschobene Zeitknappheit gilt nur bedingt. Im wesentlichen ist es wohl eher die Frage, ob dieser Blog und damit sein Inhalt genügend Aufmerksamkeit findet, die letztlich dafür sorgt, nicht ‘was soll’s’ zu sagen. Die Feedbacks ergeben dazu nichts (oder viel!?) – gefühlt ist es aber nicht genug ….

Ein wenig mehr los ist dann doch auf dem Monte Video – ist ja auch einfacher, ein nettes Filmchen einzubetten, 2-3 Zeilen dazu zu schreiben und ab dafür:

Das bringt mich auf folgende Idee: sobald ich etwas Zeit und Muße habe ;) , werde ich all die kleinen Texte hier im Fischrecycling endlagern und künftig vor allem den Blog mit Videos, Links und anderem bedienen. Lasst mich wissen, wenn und wie es Euch gefällt. So far